
Ich spiele zwei Geigen von Konrad Kohlert, die mir beide auf ihre Weise ausgezeichnet gefallen. Das eine Instrument ist eine Kopie nach Amati in barocker Ausführung, das andere ein Guarneri-Modell in klassischer Form.
Die Barockvioline, die in einer Stimmung von 415 hz steht, schätze ich wegen ihres weichen und ausgeglichenen Tones, der wunderbar in ein En-
semble mit alten Instrumenten passt.
Die E-Saite - auf Barockinstrumenten gerne mal eine Spur zu nasal - klingt offen und weich timbriert; auf den tiefen Saiten ist keinerlei Spur von "Topfigkeit" zu hören.
Das klassische Instrument (430 hz) verbindet diese Eigenschaften mit einer größeren Durchschlags-
kraft, so dass ich es gerne als Primgeige im Streichquartett verwende.
Auch als Soloinstrument mit Orchester leistet es Hervorragendes.
- Christoph Heidemann -
Christoph Heidemann, geboren 1965 in Osnabrück, studierte in Hannover Violine bei Werner Heutling und Oscar C. Yatco. Er war unter anderem Konzert-
meister der Jungen Deutschen Philharmonie, bevor er sich verstärkt dem Spiel auf der Barockvioline zuwandte. Meisterkurse bei Sigiswald Kuijken und Ingrid Seifert sowie die Zusammenarbeit mit dem Cembalisten Lajos Rovatkay prägten sein Streben nach einem klanglich intensiven und differenzierten Violinspiel.
Im Jahr 1992 gründete er das Barockorchester "L'Arco Hannover. Er ist weiterhin Mitglied des Kammerensembles "La ricordanza", des Hoffmeister-Quartetts, sowie der Hannoverschen Hofkapelle. In diesen Ensembles wirkte er bei zahlreichen Rundfunk- und CD-Produktionen mit.

Wir haben in diesem Jahr für die "Violin Expo Cologne" einige Geigen von Konrad Kohlert gekauft.
Unsere Kunden sind begeistert!
Die Geigen sind sowohl klanglich als auch ästethisch eine empfehlenswerte Alternative zu den alten Meistern!
- Jost Thöne -

Im Jahr 1990 lernte ich bei einer Veranstaltung der Georg Hesse Stiftung in Lenzkirch den Geigenbauer Konrad Kohlert kennen. Seine damals neu gebaute Violine, ein kleines Guarneri-Modell, bei der der Lack noch nicht gänzlich getrocknet war, hatte im Konzert so gut geklungen, daß ich diese ohne zu zögern erwarb. Seit dieser Zeit dient mir das Instrument als sehr gutes Zweitinstrument und wurde in den letzten Jahren häufig von mir, von Kollegen oder meinen Studenten bei Konzerten und Probespielen verwendet.
Darüber hinaus konnte ich über einen großen Zeitraum hinweg die geigenbauerische Entwicklung von Konrad Kohlert beobachten. Seine Instrumente zeichnen sich immer durch einen offenen und angenehmen Klang aus. Besonders ansprechend - künstlerisch und optisch - sind seine Lackarbeiten, vor allem bei Kopien alter Meisterinstrumente.
- Prof. Christian Sikorski -
